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Der Begründer unserer Schule, Dr. Friedrich Robbe, wurde 1910 in Hamburg geboren. Hier studierte er nach seiner Schulzeit und promovierte 1940 zum Dr. phil. und beendete seine Ausbildung zum Psychologen.
Nach dem Ende des Krieges ergab es sich, dass ein neuer beruflicher Impuls in sein Leben trat, der ihn zur Heilpädagogik führte. Sein Wunsch, näher mit der Heilpädagogik vertraut zu werden, führte ihn an die Rudolf-Steiner-Schule Wandsbek, die seine Söhne besuchten. Hier gab es neben dem klassischen Schulbetrieb auch eine "Hilfsklasse", in der sich einige Schüler zusammenfanden, die einer besonderen Förderung bedurften. Im Rahmen dieser "Hilfsklasse" sammelte Dr. Friedrich Robbe seine ersten heilpädagogischen Erfahrungen. Als diese wenige Monate später aufgelöst wurde, entschloss er sich, diese Schüler selbst heilpädagogisch zu fördern und zu betreuen. So begründete er zu Ostern 1950 die "Gesellschaft zur Betreuung Seelenpflegebedürftiger Kinder". Die Arbeit begann zunächst mit sechs Schülern in einem Wohnraum, der ihm von seiner engsten Mitarbeiterin, Frau Christa Heesch, zur Verfügung gestellt wurde. Frau Heesch hatte Friedrich Robbe bereits in der "Hilfsklasse" als einen "hervorragenden, zum Heilpädagogen prädestinierten Pädagogen" kennengelernt. Das staatliche Sonderschulwesen war zur damaligen Zeit noch wenig ausgebaut. So galt die anthroposophisch orientierte Heilpädagogik für die Erziehung "geistig behinderter Schüler" als richtungsweisend. Die Schülerzahl wuchs, und es mussten neue Räume gefunden werden. Im Jahre 1956 übersiedelten 16 Schüler in die Schlossstraße nach Wandsbek.
Die folgenden Jahre widmete sich Friedrich Robbe und seine Mitarbeiter der heilpädagogischen Tagesstätte. 1961 starb Friedrich Robbe überraschend. Ihm zum Gedenken entschlossen sich die Mitarbeiter, die "Heilpädagogische Tagesstätte" in "Friedrich-Robbe-Institut" umzubenennen. Frau Przygode, die bereits seit 1957 eng mit Friedrich Robbe zusammengearbeitet hatte, übernahm bis 1980 die Leitung des Institutes. Die Einrichtung wuchs stetig. Im Jahre 1974 war sie auf 50 Schüler angewachsen und fand in einer schönen Backsteinvilla in der Bärenallee in Wandsbek ihr neues Zuhause. Im Jahre 1979 wurde das Friedrich-Robbe-Institut aufgrund einer neuen Schulgesetzgebung "staatlich genehmigte Sonderschule für Geistigbehinderte". Um den Schülern noch bessere Gegebenheiten für Unterricht und Therapie zu schaffen, wurde oft daran gedacht, ein geeignetes behindertengerechtes Schulhaus zu bauen. Doch die Mittel fehlten. Das änderte sich überraschend im Jahr 1981. Das Friedrich-Robbe-Institut erhielt eine Erbschaft. Nun konnte der Gedanke, ein neues Schulhaus zu bauen, wieder aufgegriffen werden. Am 13. April 1985, genau 35 Jahre nach der Gründung der Gesellschaft zur Betreuung Seelenpflege-Bedürftiger Kinder, zogen Schüler und Mitarbeiter in das neue Schulhaus ein. Die Baumaterialien und Farben sowie die Raumgestaltung und Einrichtungsgegenstände unterstützen nun durch ihre freundliche harmonische Wirkung die heilpädagogische Arbeit.
Heute werden 70 Schüler zwischen 6 und 18 Jahren beschult, gefördert und betreut. |
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